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25.02.2007

Um wen geht es im Krippenstreit?

Deutschland sucht die Superfamilie. Das einprägsame statement des Augsburger Bischofs Walter Mixa hat die Betriebstemperatur der öffentlichen Auseinandersetzung um die Familie noch einmal erhöht. Mixa hatte gesagt, die Krippenpläne Ursula von der Leyens degradierten Frauen zu Gebärmaschinen. Dafür hat er viel Kritik bekommen, aber auch Beifall. Auf jeden Fall hat Mixa für eine Eskalation gesorgt.

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Das hat er geschafft, weil es im Krippenstreit nicht nur um Kinder geht. Zwar reden alle darüber, wer Deutschlands Kleinste betreuen soll, bevor sie das Kindergartenalter erreicht haben. Doch ist das nicht nur eine praktische Frage, sondern auch eine taktische (für Politiker) und eine emotionale (für Eltern).

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Es geht also zuächst um Politiker. Der taz-Redakteur Stefan Reinecke fühlt sich an Gerhard Schröder und dessen Agenda 2010 erinnert. Viele Genossen hätten diese als Verrat am Kernbestand der sozialdemokratischen Partei empfunden, schreibt er. Und er sagt voraus, der Union werde es in der Familiendebatte nicht besser ergehen als der SPD unter dem ehemaligen Kanzler. Denn die C-Partei müsse einerseits aufpassen, nicht mit den Sozialdemokraten verwechselt zu werden. Andererseits brauche sie die Wähler der großstädtischen Milieus.

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Was die Union für ihren unique selling point hält, kann sie schon bald vorführen. Die SPD hat nämlich vorgeschlagen, das Kindergeld einzufrieren, um die neuen Krippenplätze zu bezahlen. Doch wenn zur Finanzierung der Krippen auch noch das Kindergeld gekappt werde, würden die traditionellen Eltern doppelt benachteiligt, schreibt Romanus Otte in der WamS. Der häuslichen Erziehung würde so gleich zweimal die Unterstützung versagt.

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Desweiteren geht es um Eltern. Von Müttern - und zunehmend auch von Vätern - fordert der leicht hysterische Ton, der die Debatte prägt, vor allem eines ? eine Antwort zu finden auf die vorwurfsvolle Erkundigung: Wie kannst du nur? Wie kannst du nur dein Kind in die Krippe geben? Oder: Wie kannst du nur zu Hause bleiben? Je nach dem.

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Ein Narr, wer meint, diese Vorwürfe ließen sich aus der Welt schaffen. Unterschiedliche Lebensentwürfe wird es immer geben. Sie anzugleichen, ist nicht Aufgabe der Politik. Das einzige, was hier zu sagen wäre, ist: Der Staat muss für Wahlfreiheit sorgen. Jeder Lebensentwurf ist gleichwertig.

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Und dann wären da noch die Kinder. Um die sollte ...

braun um 13:04 | Politik
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23.02.2007

In eigener Sache

So, hier ist jetzt Schluss. Und hier geht's weiter.

braun um 22:47 | Elternzeit
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22.02.2007

?Gebärmaschinen? hier und dort

Der bekannte deutsche Frauenrechtler Walter Mixa, Bischof von Augsburg, hat Familienministerin Ursula von der Leyen wegen ihrer politischen Ziele angegriffen. Wer Mütter mit staatlicher Förderung dazu verleite, ihre Kinder kurz nach der Geburt in staatliche Obhut zu geben, degradiere die Frau zur ?Gebärmaschine?, zitiert Spiegel Online den Kirchenmann.

Hasina Kharbhih, eine Frauenaktivistin aus dem Bundesstaat Meghalaya im Nordosten Indiens, sieht die Sache ähnlich wie Walter Mixa: ?Der Körper einer Frau ist keine Gebärmaschine.? Ihr allerdings sind von der Leyens Krippenpläne ziemlich egal.

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braun um 15:17 | Fundbüro
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19.02.2007

Zänker tut heimlich

?Hier, für dich, Papi. Aber zeig?s nicht deiner Freundin.? Zänker drückte mir ein buntes Päckchen in die Hand. Auf dem Einschlagpapier waren ein paar Eizellen zu sehen, die von unzähligen Spermien hofiert wurden. Die Eizellen schnitten mürrische Fratzen. Die Spermien grinsten, als hätten sie den Verstand verloren.

?Was ist das, Zänker??, fragte ich.

?Ein Qualitätsprodukt der Firma open society. Der beste Vaterschaftstest, der gerade auf dem Markt ist?, sagte der Junggeselle stolz.

?Super, Zänker. Danke. ? Lass? rauskriegen, ob es tatsächlich die Töle aus dem ersten Stock ist, die immer direkt vor die Haustür kackt.?

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braun um 14:37 | Zänker
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14.02.2007

Deutschland, deine Kinder

Die Unicef hat heute eine Studie veröffentlicht, die die Lage von Kindern und Jugendlichen in den westlichen Industriestaaten beschreibt. Deutschland sei allenfalls Mittelmaß, lautet die Botschaft des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (pdf hier).

Wer internationalen Vergleichen nichts abgewinnen kann, der mag sich für die Situation in den Bundesländern interessieren. Der Unicef-Bericht verdeutlicht einmal mehr, dass es ein deutsches Nord-Süd-Gefälle gibt (pdf hier).

braun um 11:18 | Politik
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